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Schiedsrichter im Fokus

Drei Tore erzielt, trotzdem auswärts verloren! Die erste Saisonpleite der zweiten Mannschaft der SPG Silz/Mötz in der 2. Klasse West tat weh. Die Partie hatte letztlich aber einen ganz faden Beigeschmack. Grund: Schiedsrichter Alexander Höller, von dem sich die Gäste aus dem Inntal verpfiffen fühlten.

Das mag bis zu einem gewissen Grad eine subjektive Wahrnehmung gewesen sein. Aber: Eben dieser Alexander Höller ist allgemein nachlesbar auf der TFV-Vereinsseite als Co-Trainer (seit 24.08.2017) und stellvertretender sportlicher Leiter (seit 18.06.2019) von Lechaschau eingetragen. Kein Wunder, dass da bei den Verantwortlichen der SPG um Obmann Christian Kranebitter die Alarmglocken schrillten. Heißt es doch in den Schiedsrichterbestimmungen des ÖFB unter Punkt 4: Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten sind verpflichtet, Befangenheitsgründe (z.B. Nachverhältnisse zu einem Verein; Vereinsangehörigkeit; Wettbüros, an denen Familienangehörige beteiligt oder sie selbst beteiligt sind; versuchte Beeinflussung durch Dritte), die ihre völlige Objektivität bei einem von ihnen zu leitenden Spiel in Frage stellen, rechtzeitig ihrem zuständigen Schiedsrichterkollegium zu melden.

sportszene.tirol befragte Besetzungsreferent Gregor Danler zu dem Fall. Dieser wusste zu berichten: „Höller ist, wie eine Rückfrage von mir ergeben hat, nicht mehr Vereinsfunktionäre, wie fälschlicherweise noch im Internet steht. Ganz im Gegenteil ist er im Unfrieden vom Verein Lechaschau geschieden. Trotzdem muss ich einräumen, dass diese Ansetzung von mir alles andere als optimal war. Das würde ich so sicher nicht mehr machen. Ich besetze jedes Spiel nach wie vor händisch. Und da ist mir das leider passiert.“

Kranebitter wird die Sache allerdings nicht auf sich beruhen lassen: „Gregor Danler hat sich auch bei mir entschuldigt, was ich ihm hoch anrechne. Aber natürlich werde ich alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine Neuaustragung zu erreichen.“

SPG-Obmann Christian Kranebitter: „Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine Neuaustragung des Spiels zu erreichen.
Foto: sportszene.tirol/Leitner

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