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Erdbeben in Imst: Trainer-Duo und Gercaliu weg!

Damit hat wenige Tage vor dem prestigeträchtigen Regionalliga-Derby gegen den SV Telfs nun wahrlich niemand gerechnet. Aber der SC Imst war am Dienstagabend für ein sportliches Erdbeben gut! Trainer Sladjan Pejic und sein Co Goran Stefanovic wurden von ihren Aufgaben entbunden. Ex-Profi Ronald Gercaliu zog daraufhin selbst die Konsequenzen und steht dem Verein ab sofort nicht mehr als Spieler zur Verfügung.

Pejic betonte im Gespräch mit sportszene.tirol, dass er keine Schmutzwäsche waschen werde. „Die eineinhalb Jahre in Imst haben mir großen Spaß gemacht, wir waren mit dem Aufstieg in die Regionalliga und der bisherigen Ausbeute von 24 Punkten im Herbst sportlich auch sehr erfolgreich. Der Mannschaft wünsche ich auch weiterhin alles gute.“

Gercaliu wurde etwas deutlicher: „Für mich war am Ende die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit weg, da die Ehrlichkeit gefehlt hat. Ich habe dezidiert gefragt, ob der Trainer entlassen werden soll, was alle verneinten. Wenig später war er dann weg. Das hört sich dann für mich der Spaß auf. Ich habe selbst viel Zeit in den Verein investiert. Aber ich werde ohne SC Imst genau so leben, wie der Club ohne mich. Bei den Fans bedanke ich mich für die tolle Unterstützung. Es war ein schönes Jahr im Oberland.“

Ronald Gercaliu wirft sich ab sofort nicht mehr für den SC Imst ins sportliche Getümmel.
Foto: sportszene.tirol/Leitner

Für den SC Imst bezog Franco Böhler als sportlicher Leiter Stellung: „Die Trennung von Pejic hat überhaupt nichts mit den gezeigten sportlichen Leistungen zu tun. Aber ein Verein ist mehr als das Geschehen am Fußballplatz. Und er hat sich leider an gewisse Regeln, die der Vorstand vorgibt, nicht gehalten. Dass auch Gercaliu geht, ist natürlich schade für uns. Er hat sich in der Sache aber halt an die Seite eines seiner besten Freunde gestellt.“

Beim Derby am Samstag gegen Telfs (14 Uhr) wird Böhler selbst gemeinsam mit Ex-Spieler Norbert Raich die Imster betreuen. Was aber eine einmalige Interimslösung bleibt. Die Trainersuche läuft laut Böhler ab sofort.

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