Knalleffekt am Emat

Das Trainerbeben in der Regionalliga Tirol nimmt kein Ende. Nachdem sich Imst noch vor dem letzten Spieltag der Hinrunde von Sladjan Pejic trennte, und Zirl vergangene Woche Martin Hofbauer vor die Tür setzte, muss sich jetzt auch der dritte Oberländer Verein einen neuen Übungsleiter suchen.

Telfs-Coach Stefan Höller verkündete zur Überraschung aller seinen sofortigen Rücktritt, teilte dies am Mittwoch-Abend dem sportlichen Leiter, Stefan Pult (im Bild rechts,) mit. „Das klingt jetzt blöd und abgedroschen, ist aber so: mir geht es zeitlich einfach nicht mehr aus,“ ist Höller gerade dabei, seine Master-Arbeit in Sachen Management fertig zustellen.

Dass mit Michael Augustin (Karriereende) und Alexander Schaber (verkündete bereits seinen Abschied, ist in Stams und Mieming im Gespräch) zwei Stützen dem Emat den Rücken kehren, nahm für den 36jährigen, der zuletzt auch ein Angebot aus dem Profibereich ausschlug, in seiner Entscheidungsfindung keinen Einfluss. „Das hat überhaupt nichts damit zu tun. Unser Konzept für das Frühjahr beruht ja ohnehin auf den Einbau junger Spieler.“

Die Zeit in Telfs will der ehemalige Schwaz- und Kufstein-Coach nicht missen. „Es war ja eigentlich nie geplant, dass ich in Telfs Trainer werde. Aber dadurch, dass ich neuerdings hier lebe, hat sich das so ergeben. Und es war eine unglaublich tolle Erfahrung mit einer sensationellen Mannschaft, einem perfekten Umfeld und einem fantastischen Publikum. Und wer weiß: Vielleicht komm ich ja mal wieder zurück. Wenn aber nur als Funktionär.“

Dass sein Rücktritt eine (negative) Folgewirkung haben könnte, und weitere Spieler das grün/weiße Trikot ausziehen könnten, befürchtet Höller nicht. „Zumindest hoffe ich es. Auch wenn das Werben anderer Vereine offensichtlich ist.“

Macht den Abgang: Telfs-Trainer Stefan Höller. Foto: sportszene.tirol

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