„Bulls“ vernaschen „arme Ritter“

Samstag, 19 Uhr, Silzer Eisarena: es lag etwas in der Luft. Zu Beginn des prestigeträchtigen Derbys zwischen Silz und Telfs war es nur der Geruch von heißem Fett in dem zahlreiche „Kiachl“ vor sich hin bruzzelten. Am Eis ging es erst mal weniger heiß zur Sache, verzeichneten die Gäste zu Beginn mehr Spielanteile. Bis zum letztendlich entscheidenden Mitteldrittel. In diesem „panierten“ die „Bulls“ die „Knights“, konnten sich an den „armen Rittern“ (in Fett gebackene Brotstücke, Anmerk.) nicht satt genug essen.

Doch erst mal galt es den Führungstreffer des Lokalrivalen zu verdauen. Martin Sturm sorgte nach etwas mehr als acht Minuten für die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Gästeführung. „Wir sind überaus nervös und teilweise auch übermotiviert ins Spiel gegangen“, sprach Silz-Coach Tobias Stocker von einem im ersten Drittel „ausgeglichenen, sehr zerfahrenen Spiel.“

Dies sollte sich im zweiten Abschnitt schlagartig ändern. Die „Bullen“ erhöhten die Schlagzahl, kamen durch Andreas Danler zum zwischenzeitlichen Ausgleich (24.) und drehten mit drei Treffern binnen 128 Sekunden das Spiel. Die Gründe, für die Leistungssteigerung lagen für Stocker auf der Hand. „Wir waren ab dem zweiten Drittel wacher, näher beim Gegenspieler und haben uns darauf besonnen, einfaches Eishockey zu spielen.“

Dinge, die sein Gegenüber, Telfs-Coach Ralph Ochs, bei seiner Mannschaft völlig vermisste. „Mir ist völlig unverständlich, wie die Mannschaft nach einem durchaus guten ersten Drittel so auseinanderbrechen kann. Aber wenn du mit dem Schlittschuh laufen aufhörst und dich nicht an die taktischen Vorgaben hältst, passiert so was halt“, haderte der Deutsche vor allem mit der mangelhaften Chancenverwertung. „Wenn du dem Torhüter 50 Mal in die Fanghandschuhe schießt, wirst du kein Spiel gewinnen. Es kann doch nicht sein, dass Silz 30 Mal auf`s Tor schießt, sieben Treffer erzielt und von unseren 52 Schüssen nur drei ins Tor gehen.“

Silz-Coach Tobias Stocker, war dagegen voll des Lobes für seine Truppe. „Das war eine super Mannschaftsleistung. Die Jungs haben die Vorgaben perfekt umgesetzt. Wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“

SV SILZ – EC TELFS 7:3 (1:2, 4:0, 2:1). Torfolge: 0:1 Sturm (9.), 1:1 Kraxner (14.), 1:2 Piffer (19.), 2:2 Danler (24.), 3:2 Lamp (33.), 4:2 Gelfanov (34.), 5:2 Simperl (35.), 6:2 Höhn (54.), 6:3 Krumpl (55.), 7:3 Höhn (60.). Strafminuten: 8:6. Schüsse aufs Tor: 30:52.

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