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Jugend bleibt der Bullen-Trumpf

Und jährlich grüßt das Murmeltier! Auch im Sommer 2020 herrscht für die Eishockeyvereine im Land keine Planungssicherheit für die kommenden Saison. Nachdem im vergangenen Winter in der Landesliga acht Teams, darunter das letztlich siegreiche aus Hohenems, vertreten waren, herrscht aktuell Unklarheit, welche Liga es im Winter 2020/21 geben wird. Lediglich die Wirren der Telfs Knights sind bis dato an die Öffentlichkeit gelangt.

Peter Bussjäger, seines Zeichens Obmann der Silz Bulls, hofft auf eine starke Tiroler Liga mit bis zu zwölf Teams. Weiß mit Obmann Rainer Partl auch den höchstrangigen Vertreter des Tiroler Eishockeyverbandes als Befürworter dieser Idee hinter sich. „Bisher konnte unter den Vereinen leider keine Einigkeit erzielt werden. Einige kochen immer noch lieber ihr eigenes Süppchen“, bedauert Bussjäger.

Laut Sportchef Michael Schmidt bleibt der Großteil des Kaders der Silz Bulls auch in der kommenden Saison zusammen.
Foto: Sabrina Hiehs

Für die Verantwortlichen der Silz Bulls ist hingegen klar, dass sie den bereits im Vorjahr eingeschlagenen Weg mit jungen und hungrigen Eigenbauspielern weitergehen werden. Der sportliche Leiter Michael Schmidt: „Der Großteil der Mannschaft wird zusammenbleiben. Das war unser erklärter Wunsch, denn die Burschen haben 2019/2020 wirklich eine tolle Saison gespielt. Rang fünf mit so einem jungen Kader war ein riesiger Erfolg. Den einen oder anderen Neuzugang wird es noch geben, wobei da alles noch ein wenig in der Schwebe ist.“

Kommt am Ende sogar der eine oder anderen Crack zurück, der vorigen Herbst mit fliegenden Fahnen zu den Telfs Knights gewechselt ist? Davon wollen weder Bussjäger noch Schmidt viel wissen. „Es gab Anfragen, aber so manch einer hat sich damals auf eine Art und Weise verabschiedet, dass wir ihn sicher nicht zurücknehmen“, stellt der Obmann klar. Und ergänzt: „Egal, welches Ligaformat kommt. Als Vereinsverantwortliche müssen wir auf die Finanzen schauen. Deshalb muss es das gemeinsam Anliegen im Tiroler Eishockey sein, den Sport wieder attraktiver für das Publikum zu machen. Zuletzt ist das Zuschauerinteresse massiv eingebrochen. Wenn nur noch an die 80 Besucher da sind, ist das ein Alarmsignal.“

Dementsprechend hofft Bussjäger auch, dass in der künftigen Liga auch die ewigen Lokalrivalen aus Zirl wieder mit dabei sein werden: „Nichts ist attraktiver als Derbys wie beispielsweise gegen ein Team wie Zirl.“

Obmann Peter Bussjäger: „Wir müssen gemeinsam schauen, dass der Eishockeysport in Tirol wieder attraktiver wird.“
Foto: Bussjäger

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