Dieser Auftakt hat es in sich

Gleich im ersten Pflichtspiel nach der Corona-Pause geht es für Telfs heute Freitag zum Meister der später annullierten Regionalliga-Tirol-Saison 2019/20, Wörgl. Viel knackiger könnte der Restart wohl nicht sein. Auch wenn es Trainer Daniel Osl, der vor seinem ersten Pflichtspiel als Betreuer steht, etwas anders sieht.

SV WÖRGL – SV TELFS, Freitag, 31. Juli, 19.30 Uhr. „Lieber spiel ich im ersten Spiel gegen Wörgl, als etwa im achten.“ Warum? „Weil Wörgl viele neue Spieler hat und im Gegensatz zu uns vielleicht noch nicht ganz so eingespielt ist. Wir haben jedenfalls nichts zu verlieren und können nur überraschen. Mal schauen was drinnen ist.“ In den letzten fünf Aufeinandertreffen war relativ wenig drinnen, gelang kein einziger Sieg. Die Duelle der Vorsaison gingen allesamt verloren. Auswärts recht deutlich (0:4), zuhause denkbar knapp (1:2).

Geht es nach dem Telfs-Coach, wird die ganze Saison eine enge Kiste. „Die Mannschaften sind mit denen aus dem Vorjahr nicht mehr zu vergleichen. Die Kader haben sich extrem verändert. Und bis auf Denis Husic (Wörgl, Anmerk.) und Gernot Glänzer (Reichenau, Anmerk.) sind überall neue Trainer am Werk. Deshalb ist eine Einschätzung sehr schwer. Dennoch denke ich, dass Wörgl ganz vorne mitspielt. Allein schon ob des Kaders. Aber auch Kitzbühel und Schwaz trau ich einiges zu. Der Rest ist ganz eng beisammen beziehungsweise sehr schwer einzuschätzen. Wie etwa Wattens und Wacker.“

Was die eigenen Ziele anlangt, gibt sich Osl bedeckt. „Wir setzen uns ganz bewusst keine Ziele. Wir lassen alles auf uns zukommen. Aber die eine oder andere Überraschung sollte uns schon gelingen. Und zuhause wollen wir ohnehin immer ein Spektakel bieten.“ Die Vorbereitungszeit gibt jedenfalls Anlass zur Hoffnung. „Die Trainingsbeteiligung war sehr gut. Wobei das in dieser Liga ohnehin Standard sein sollte. Auch ein paar junge Spieler haben wir hochgezogen. Die haben in den Testspielen schon ganz ordentlich aufgezeigt.“ Auch der einzig echte Neuzgang, Julius Perstaller, hat sich schon gut eingelebt.

Comeback des Ex-Wacker-Duos vorerst verschoben

Das heiß ersehnte Comeback der beiden ehemaligen Wacker-Twins Julius Perstaller und Marcel Schreter ist allerdings vorerst sprichwörtlich auf Eis gelegt. Bei „Schredi“ zwicken die Adduktoren. „Schade, ich habe mich extrem darauf gefreut, wieder mit Persti zusammenzuspielen. Vor allem auch deshalb, weil es gegen die U-19 von Mainz 05 (Telfs unterlag mit 3:4, Anmerk.) schon richtig gut geklappt hat. Aber nächste Woche sollte ich wieder fit sein“, so das Telfer Urgestein, das sich den Saisonauftakt wohl oder übel von der Tribüne aus ansehen muss.

Zugänge: Christoph Häfele, Julius Perstaller, Florian Ribis (alle Zirl), Michael Augustin (reaktiviert).

Abgänge: Matej Dretvic (Wacker Innsbruck), Pascal Hausegger (Stams), Sejdo Kolic (Silz/Mötz), Felix Neuner (Seefeld), Daniel Osl (Karriereende).

Müssen sich in Sachen erstes gemeinsames Pflichtspiel im Telfer Dress noch gedulden: Marcel Schreter und Julius Perstaller. Foto: sportszene.tirol

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