„El Capitano“ sagte Servus

55 Spiele für Axams in der Regionalliga West und unglaubliche 460 Spiele für seinen Heimatverein Telfs: mit Daniel Osl trat gestern nicht nur ein grün/weißes Urgestein, sondern ein ganz Großer von der Tiroler Unterhaus-Bühne. Beim Oberlandkracher gegen Imst lief „Osi“ – bestritt insgesamt 769 Kampfmannschaftsspiele – letztmals in seiner so geliebten grün/weißen Wäsch auf.

Wie im Vorfeld angekündigt, stand Osl in der Start-Formation um seiner Rückennummer entsprechend nach sieben Minuten endgültig „Servus“ zu sagen. „Ich muss gestehen, dass das heute sehr speziell und emotional war. Ich glaub ich war die letzten zehn Jahre nicht so nervös wie heute.“

Die Erfolgsliste des 38-Jährigen, der mit zehn Jahren relativ spät zu kicken begonnen hat, ist lang. Mit Axams – in den Saisonen 2004/05, 2005/06 und im Herbst 2006 spielte er mit den Mittelgebirglern in der Regionalliga West – wurde „Osi“ zweimal Cupsieger. Mit Telfs stand er einmal im Endspiel, holte neben dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga auch einen Meistertitel. In den 460 Spielen für seine Säbelzahntiger gelangen dem Abwehrrecken immerhin 67 Tore. Allein 36 waren es aus Elfmetern, unwesentlich weniger per Kopf. Und auch bei den Unparteiischen machte sich das Urgestein das ein oder andere Mal vorstellig, sah 97 Mal den gelben und zweimal den gelb/roten Karton. Nur einmal gab`s direkt Rot. Beim Blick zurück kommt beim zweifachen Familienvater so etwas wie Wehmut auf. „Es war eine unglaubliche schöne Zeit. Und an dieser Stelle möchte ich auch die Chance nutzen, mich bei meiner Frau zu bedanken. Wir sind seit 20 Jahren zusammen und sie zeigte trotz des enormen Zeitaufwands immer vollstes Verständnis. Ich denke das ist nicht bei allen Frauen so. Ich möchte mich aber auch bei all jenen bedanken, die mich in diesen 22 Jahren begleitet haben. Auch bei meinen Kritikern. Denn durch die habe ich mich vielleicht auch immer ein Stück weit verbessert.“

Daniel Osl, hier zwischen Obmann Fabian Noldin und Frau Tanja, wurde vor seinem 460. und letzten Spiel für Telfs gebührend verabschiedet.

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