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Startnummer 1 ist Trumpf am Stubaier Gletscher

Bei hervorragendem Wetter zeigten 24 der weltbesten Freeskierinnen und Freeskier im perfekt präparierten Snowpark DC Stubai Zoo am Stubaier Gletscher in den vergangenen Tagen ihre besten Tricks im Battle um die ersten Punkte der neuen Weltcup Saison. 2020 erwies sich die Startnummer 1 als wahrer Glücksgriff – sowohl bei den Damen als auch bei den Herren siegten die Träger dieser Nummer. Tess Ledeux (FRA) gewann bei den Damen vor Johanne Killi (NOR) und Aileen Eiling Gu (CHN). In der Männerwertung war es Andri Ragettli (SUI) im spannenden Showdown, der sich flankiert von den Norwegern Christian Nummedahl und Ferdinand Dahl den Sieg holte.

 60 Herren und 24 Damen waren am Donnerstag in der Qualifikation an den Start gegangen, die 16 besten Herren und acht besten Damen standen am Samstag im Finale. In diesem galt es zwei Läufe zu absolvierten, der bessere wurde gewertet. Nicht nur die Schwierigkeit ist tonangebend bei der Bewertung der einzelnen Tricks, auch die Individualität, Vielseitigkeit und Kreativität der Runs, werden von den sieben Judges in das Scoring mitaufgenommen.

Nichts wurde es aus dem Double für das „Wunderkind“ aus Estland: Die 18-jährige Kelly Sildaru schien nach einer bärenstarken Qualifikation nicht zu bezwingen. Im letzten Trainingsrun vor dem Finale verletzte sie sich und musste unverrichteter Dinge vom Start aus mitansehen, wie sich Tess Ledeux (FRA) den Sieg schnappte. Bei beinahe allen Fahrerinnen war es der erste Run, der mehr Punkte brachte und schlussendlich für die Wertung ausschlaggebend war. Selbst die spätere Siegerin stürzte im zweiten Durchgang, konnte jedoch durch ihren sehr hohen Score aus Runde 1 die Führung behalten. Ein Leftside 1260 auf Switch bio 9 verhalf der bald 19-jährigen Doppelweltmeisterin zu 89 Punkten und als verfrühtes Geburtstagsgeschenk – sie wird am 23. November 19 Jahre alt – somit Gold. Damit ließ sie die Norwegerin Johanne Killi (81 P.) und das junge chinesischen Nachwuchstalent Aileen Eiling Gu (77 P.) hinter sich.

Tess Ledeux aus Frankreich holte sich den Sieg bei den Damen.
Fotos: Stubauer Gletscher/Tom Bause

Die beiden Österreicherinnen waren am Finaltag nur als Zaungäste zugegen. Lokalmatadorin Laura Wallner (T) belegte nach ihrer langen Verletzungspause in dem enorm starken Starterfeld Platz 16., Lara Wolf (T) landete auf dem 20. Rang.

In einem Finale, das bis zuletzt alles offenließ – war es am Ende der konstant starke Schweizer Andri Ragettli, der triumphierte. Der aktuelle und mittlerweile 3-fache Weltcup-Gesamtsieger wurde seinem Ruf gerecht, mental extrem stark zu sein, gerecht und behielt im zweiten Run die Nerven. Der 22-Jährige sammelte mit einem Switch right double Misty 12 auf left double Cork 14 im zweiten Run wichtige 94 Punkte. Für den Schweizer ist es der achte Weltcup-Sieg und das 20. Weltcup-Podium. Mit etwas Respektabstand folgten die beiden starken Norweger Christian Nummedahl (91,75 P.) und, wie schon 2018, Ferdinand Dahl (87,25 P.).

Der Tiroler Hannes Rudigier hatte es mit zwei guten Runs bis ins Finale geschafft, am Samstag musste er sich aber dann mit einem 16. Rang in seinem Heimweltcup zufriedengeben.

Seine Teamkollegen waren am Samstag leider nur mehr zum Anfeuern am Gletscher. Nur knapp am Finale vorbei sprang der Vorarlberger Julius Forer, mit Rang 18. Der junge Weltcup-Debütant Daniel Bacher (T) schaffte bei seinem ersten Antritt auf Anhieb einen beeindruckenden 20. Platz. Nicolas Biembacher (T) belegte Platz 28, David Wolf (T) Platz 37. Nicht ganz nach Plan verlief die Qualifikation für die rot-weiß-roten Weltcup-Routiniers: Lukas Müllauer (S) und Samuel Baumgartner (OÖ) mussten sich mit den Plätzen 53 und 55 zufriedengeben.

Weitere Informationen unter www.stubaifreeskiworldcup.com

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