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Die Dominatoren auf der Rodel

Mit der überaus erfolgreiche Weltmeisterschaft in Umhausen ging die Saison 2020/2021 im Rennrodeln auf Naturbahnen zu Ende. Sportdirektor Gerald Kammerlander aus Umhausen zieht im Gespräch mit sportszene.tirol eine überaus erfolgreiche Bilanz.

Wo ordnest du die abgelaufene Saison ein?

Es war bei den Herren der erfolgreichste Winter überhaupt, in dem wir durch Thomas Kammerlander und Michael Scheikl alle Rennen gewonnen haben. Überdies sind unsere Burschen saisonübergreifend seit 13 Rennen ungeschlagen. Zum fünften Mal in Folge holten sie diesmal durch Michael den Gesamtweltcupsieg, nachdem das zuvor viermal in Serie Thomas gelungen war. Und der vergoldete seine Saison mit dem Weltmeistertitel, den er angestrebt hatte.

Wie fällt deine Bilanz für die Damen aus?

Da hatten wir einen durchaus schwierigen Start. Aber was mich stolz macht, ist die Tatsache, dass hart weitergearbeitet wurde. Zum Ende der Saison haben unsere Damen dann wieder den Anschluss gefunden, was sich auch in den WM-Medaillen von Tina Unterberger niederschlug.

Der Doppelsitzerbewerb galt lange als Sorgenkind.

Das ist richtig! Aber inzwischen haben wir da fixe Chancen auf Medaillen und Podestplätze. Ich hoffe auch noch, dass Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht doch noch weiter fahren. Und den jungen Fabian und Simon Achenrainer gehört absolut die Zukunft. Sie sind jederzeit für Spitzenplätze gut, was sie heuer mit ihrem ersten Weltcupsieg bereits dokumentiert haben.

Lass uns einen Blick auf die Junioren werfen!

Dort sind wir bei den Damen mit Riccarda Ruetz super aufgestellt. Sie hat ihr zweites Jahr bei den Juniorinnen hinter sich, fährt aber  auch schon in der Allgemeinen Klasse Spitzenplätze ein. Sie ist mit ihren 16 Jahren unglaublich weit, hat riesengroßes Potenzial.

Und bei den Burschen?

Da haben wir aktuell einen Schnitt. Wir dürfen nicht vergessen, dass Fabian Achenrainer, der in den vergangenen Jahren fast alles im Junioren-Bereich gewonnen hat, dort nicht mehr mit dabei ist. Solche Talente hat man natürlich nicht immer. Aber ich habe überhaupt keine Sorgen, was unseren Nachwuchs betrifft. Es kommen gute Talente nach.

Es war ja überhaupt verwunderlich, dass etwa ein Junioren-Weltcup gefahren werden konnte angesichts von Corona.

Da hat die FIL wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet. In vielen anderen Sportarten wurden ja bekanntlich Junioren-Events abgesagt.

Bleibt die Frage nach deinem Bruder Thomas. Glaubst du, er beendet seine Karriere?

Diese Entscheidung wird er in aller Ruhe für sich treffen. Ich als Verantwortlicher im Verband kann nur sagen, dass er eigentlich viel zu gut ist, um aufzuhören. Das wird ja auch dadurch dokumentiert, dass er heuer jedes Rennen, das er bestritten auch gewonnen hat. Es wäre natürlich ideal, wenn er als Zugpferd der Mannschaft erhalten bleiben würde, denn unsere jungen Fahrer brauchen noch ein, zwei Jahre Zeit, um sich zu entwickeln.

Foto: ÖRV/Miriam Jennewein

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