Tiroler Power für den KAC

Schon früh zog der inzwischen 23-jährige Marcel Witting aus, um die österreichische Eishockeywelt zu erobern, ging als 16-Jähriger zum KAC uns landete nach einem Ausflug in die zweite Liga zu Lustenau und Feldkirch vergangenes Jahr wieder bei den Klagenfurtern. Und mit diesen feierte er heuer den Gewinn des Meistertitels in der Erste Bank Eishockeyliga. sportszene.tirol traf den Stürmer zum Interview.

sz: Marcel, erstmal Gratulation zum Meistertitel. Anständig gefeiert?
Witting: Die Saison war brutal anstrengend, vor allem im Playoff. Das hab’ ich sieben Kilo abgenommen. Nach dem Titelgewinn haben wir es dann schon ordentlich krachen lassen.

sz: War der Titelgewinn dein bisheriger Karrierehöhepunkt?
Witting: Absolut, da gab es noch nichts Vergleichbares.

sz: Lass uns in die Vergangenheit zurückgehen. Wann hast du mit dem Eishockeysport begonnen?
Witting: Schon als kleiner Bub. Ich bin dann bald sportlich von Zirl nach Innsbruck übersiedelt. Und mit 16 dann nach Klagenfurt.

Marcel Witting vom KAC. Foto: EC KAC

sz: Was war ausschlaggebend, dass du beim KAC geblieben bist?
Witting: Es wird dort eine exzellente Ausbildung für Nachwuchsspieler geboten. Alles läuft absolut professionell ab.

sz: Von 2016 bis 2018 warst du dann in Vorarlberg, zunächst beim EHC Lustenau, dann bei der VEU Feldkirch engagiert. Warum diese Wechsel?
Witting: Es ging vor allem darum, in der International League beziehungsweise Alps Hockey League Spielpraxis zu sammeln. Ich habe mich in Vorarlberg auch sehr wohl gefühlt.

sz: Wie ging’s dann zurück nach Klagenfurt?
Witting: Ich wurde eigentlich für die zweite Mannschaft zurück geholt, vom Trainer aber ins erste Team beordert. In der Folge habe ich alle Saisonspiele bestritten.

sz: Meister ist der KAC als Außenseiter geworden.
Witting: Das ist richtig, Favoriten waren Teams wie Wien oder Salzburg. Aber wir haben als Mannschaft optimal funktioniert, sind stets über den Kampf ins Spiel gekommen.

sz: Als Wahl-Klagenfurter: Wie sind die legendären Derbys gegen den Villacher SV?
Witting: Da geht’s richtig zur Sache, das sind ganz spezielle Spiele – mehr Härte, mehr Emotionen, aber immer fair. Das Derby verlieren ist aber gar nicht gut.

sz: Du bist jetzt fast sieben Jahre weg von Tirol. War eine Rückkehr zum HC Innsbruck nie ein Thema?
Witting: Trainer Rob Palin hat mich mal angesprochen, wollte mich haben. Etwas Konkretes hat sich aber nie ergeben.

sz: Wie sieht deine sportliche Zukunft aus? Weiter beim KAC?
Witting: Mein Agent führt diesbezüglich gerade Gespräche. Noch ist alles offen.

sz: Träumt ein Spieler wie du eigentlich von einer ganz großen Karriere in der NHL?
Witting: Ui, das ist sehr hochgegriffen. Natürlich willst du als Spieler immer besser werden. Aber du musst auch realistisch bleiben und wissen was du kannst und was nicht. Irgendwann mal im Ausland zu spielen wäre schön. Wenn sich das nicht ausgeht, ist es aber auch nicht tragisch.

sz: Hast du sportliche Vorbilder?
Witting: Mir taugen Alexander Radulov von den Dallas Stars und Niklas Bäckström von den Washington Capitals. Aber auch von meinen eigenen Mitspielern wie einem Thomas Koch nehme ich brutal viel mit.

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