Vieles ist auf Schiene

Nach langem Zögern und Zaudern seitens der österreichischen Bundesregierung treten mit 19. Mai die ersten Lockerungen, was den Breitensport anlangt, in Kraft. Für den Fußball gerade noch rechtzeitig. Denn unter Einberechnung einer vierwöchigen Vorbereitungszeit bleibt noch genug Spielraum um die ausständigen Nachtragsspiele auszutragen und für eine entsprechende Wertung zu sorgen. Lediglich die Regionalliga Tirol bereitet etwas Kopfschmerzen.

Auch in ihrem zweiten Jahr kommt die Regionalliga-Tirol nicht wie ursprünglich geplant zur Austragung. Ist ein etwaiges Play-Off mit den besten Clubs aus Vorarlberg und Salzburg ohnehin längst Geschichte, scheint auch die Durchführung einer kompletten Hin- und Rückrunde kaum mehr machbar. Während etwa Telfs nur noch das Spiel gegen Wörgl zu absolvieren hätte, müsste Tabellennachbar Schwaz noch fünfmal ran. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das ausgeht. Zur Not wird halt nur die Hinrunde mit neun Spielen gewertet. Aber das gilt es in einer Sitzung mit den Clubs (kommenden Montag, Anmerk.) zu besprechen“, so TFV-Vizepräsident Arno Bucher. Für Telfs hat keine der beiden Szenarien eine Auswirkung, zumal es in beiden Fällen nur einen Absteiger (Hall) gibt. Im Titelkampf ist die Messe dagegen noch nicht gelesen. Kurios: würde nur die Hinrunde gewertet werden – selbst hier sind noch Spiele ausständig – wären die aktuell fünftplatzierte Reichenau und Leader Kitzbühel punkte- und torgleich Erster.

Etwas entspannter ist die Situation in den Ligen darunter. In der Tiroler-Liga sind etwa noch 17 Partien zu absolvieren. Auf Völs und Kematen warten noch zwei Spiele, auf Zirl deren drei. Für die Kleissl-Truppe stellt sich zudem die Frage ob des Punkteabzuges. Wird dieser nun halbiert oder doch nicht? „Diese und viele andere Fragen werden bei der Vorstandssitzung am 10. Mai beantwortet“, so Bucher. Der geht auch von einer Fortsetzung des Kerschdorfer-Tirol-Cups aus. „Für all jene Clubs die keine Nachtragsspiele zu bestreiten haben, sicher ein Anreiz. Außerdem geht es ja auch um einen Startplatz im ÖFB-Cup.“

Von der Landesliga abwärts sollte einer Wertung überhaupt nichts mehr im Wege stehen. So sind in der Landesliga West nur noch drei Partien zu bestreiten. Schlusslicht Seefelder Plateau hat die komplette Hinrunde bereits absolviert, muss den bitteren Gang in die Gebietsliga West antreten. Dort steht auch nur noch der Nachtrag zwischen Haiming und der Reichenau an.

In der Bezirksliga gilt es noch sieben Begegnungen zu absolvieren. Allein der FC Paznaun und die SPG Patsch/Ellbögen müssen noch dreimal „nachsitzen“. In der 1. Klasse West dürfen noch fünfmal die Fußballschuhe geschnürt werden. Besondere Brisanz hat das Spiel Rum vs. Nassereith. Mit einem Heimsieg kann die Seelaus-Truppe Spitzenreiter Telfs 1b noch auf den letzten Metern abfangen. Im Ligakeller der 2. Klasse West ist nur noch das kleine Derby zwischen Hatting/Pettnau und Völs 1b ausständig.

Sinnbildlich für den Fußball aktuell: Auch der Nachwuchs ist ausgesperrt. Foto: sportszene.tirol

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