Der Premieren-Sieg war die Krönung

Die abgelaufene Spielzeit in der Planet Pure Frauen-Bundesliga war nichts für schwache Nerven. Zumindest nicht aus Wacker-Sicht. Nach der Hinrunde abgeschlagen am Tabellenende, sicherten sich die Damen des FC Wacker Innsbruck dank starker Leistungen im Frühjahr letztendlich souverän den Klassenerhalt. Maßgeblichen Anteil daran hatten Lena Triendl (Seefeld), Lilli Purtscheller (Zirl), Jana Mayer (Kematen) und Julia Zangerl (Sellrain). sportszene.tirol bat das Quartett zum Gespräch. Und eines einte das „Viermäderl-Haus“. Die Antwort auf die Frage nach dem Saison-Highlight. Das war der abschließenden Heimerfolg über den zwölffachen österreichischen Meister Neulengbach. Das 3:1 war der erste Erfolg im 33. Aufeinandertreffen.

Hallo Mädels, vorerst herzliche Gratulation zum Klassenerhalt. Lange Zeit im Abstiegskampf verwickelt, steht am Ende der siebte Platz. Wie fällt Euer Resümee aus?

Lena Triendl: Natürlich sind wir froh und erleichtert den Klassenerhalt geschafft zu haben. Ich finde dennoch, dass wir in der Rückrunde ein bis zwei Spiele mehr, etwa gegen Vorderland oder Bergheim, gewinnen hätten können. Dann wären wir jetzt Fünfte.

Lilli Purtscheller: Das Resümee fällt sehr gut aus. Wir können über den 7. Platz sehr stolz sein.

Jana Mayer: Wir haben sehr hart trainiert und uns den Klassenerhalt dadurch auch verdient. Obwohl wir im Herbst als fixer Absteiger angesehen waren, hätten wir noch mehr Punkte holen können.

Julia Zangerl: Ich bin auf das ganze Team stolz, dass wir trotz der ganzen Rückschläge weiter gekämpft, nie aufgegeben und deshalb auch verdient den Klassenerhalt geschafft haben.

Nach der Hinrunde mit drei Zählern Tabellenletzter, wart ihr im Frühjahr das fünftbeste Rückrundenteam. Wie erklärt ihr euch diese Steigerung?

Triendl: Ich denke die Steigerung erklärt sich durch die Verstärkungen aus dem Ausland wie Yuuka und Jessica ( Yuuka Kurosaki und Jessica Santacruz Caceres, Anmerk.) und der Tatsache, dass die im Herbst verletzten Spielerinnen zurückgekommen sind. Aber vor allem sind wir in dieser schwierigen Phase als Team noch enger zusammengewachsen. Dieser enorme Zusammenhalt hat uns sicher auch weitergeholfen.

Purtscheller: Wir haben die Hinrunde gut analysiert und aus unseren Fehlern gelernt. Außerdem haben wir auch Verstärkungen aus dem Ausland bekommen, die uns sehr weitergeholfen haben.

Mayer: Die Steigerung ist auf kontinuierliches, gutes Training, weniger Verletzte und mehr Erfolg bei Torabschlüssen zurückzuführen.

Zangerl: Wir sind an derSituation im Herbst gewachsen und als Team stärker geworden. Auch bedingt durch die Rückkehr unserer verletzten Spielerinnen und einiger Neuzugänge.

Wie fällt euer persönliches Resümee aus, was war euer Saison-Highlight?

Triendl: Ich persönlich bin einfach froh, nach meiner Verletzung noch stärker zurückgekommen zu sein und mit der Mannschaft gemeinsam den Klassenerhalt geschafft zu haben. Ein Highlight war sicher der Saisonabschluss mit dem Sieg über Neulengbach. Das war der erste Sieg von Wacker Innsbruck gegen Neulengbach überhaupt.

Purtscheller: Ich persönlich habe mich von Spiel zu Spiel wohler gefühlt. Damit ist auch meine Leistung immer besser geworden. Einer meiner Saisonhighlights war auf jeden Fall der unerwartete Sieg gegen Neulengbach.

Mayer: Da gibt es mehrere. Ich versuche einfach in jedem Spiel alles zu geben um der Mannschaft helfen zu können. Und natürlich freut es einen, wenn man dann das ein oder andere Mal im Team der Runde steht.

Zangerl: Für mich das größte Highlight der Saison war der Sieg über Neulengbach und auch die Tatsache, dass ich Spielerfahrung sammeln konnte und mich dadurch weiterentwickelt habe.

Wie schaut eure fußballerische Zukunft aus?

Triendl: Ich möchte mich einfach weiterentwickeln, an meinen Schwächen arbeiten und meine Stärken weiter ausbauen um irgendwann auf einem höheren Niveau Fußball zu spielen.

Purtscheller: Die ist noch unklar.

Mayer: Momentan ist alles offen. Es hängt viel von mir nicht beeinflussbaren Faktoren ab. Aber auf jeden Fall will ich noch mehr an mir arbeiten um mich weiterzuentwickeln.

Zangerl: Mein oberstes Ziel ist, dass ich mich stetig weiterentwickeln kann. Für neue Herausforderungen bin ich offen.

Der FC Wacker sorgte zuletzt für mächtig viel Gesprächsstoff. Inwiefern habt ihr die Turbulenzen rund um den Investor mitbekommen?

Triendl: Die Situation betrifft uns als Damenabteilung ja auch und da bekommt man das Ganze natürlich mit. Unser sportlicher Leiter hat uns da meistens auf dem Laufenden gehalten.

Purtscheller: Ich habe mich mit diesem Thema nicht auseinandergesetzt und kann mich dazu deshalb auch nicht äußern.

Mayer: Dazu kann und will ich mich nicht äußern.

Zangerl: Natürlich bekommt man das Ganze mit. Aber während der Saison fokussiert man sich auf die bevorstehenden Spiele, da rückt alles andere in den Hintergrund.

In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Wer ist euer Titelfavorit und was traut ihr Österreich zu?

Triendl: Mein Titelfavorit ist Frankreich. Die haben ein richtig starkes Team. Den Österreichern traue ich mindestens das Achtelfinale zu. Je nach Gegner ist vielleicht sogar das Viertelfinale drin.

Purtscheller: Ich tippe auf Frankreich. Bei Österreich hoffe ich, dass sie die Gruppenphase überstehen.

Mayer: Ich als Österreicherin drücke natürlich unserem Team die Daumen. Ich denke sie werden einige gute Partien abliefern und dann ist einiges möglich. Meine Titelfavoriten sind Frankreich und Belgien.

Zangerl: Ich traue Österreich einiges zu und drücke ihnen die Daumen, dass sie die Gruppenphase überstehen. Mein Titelfavorit ist England.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Die wackeren Damen: Lena Triendl, Lilli Purtscheller, Jana Mayer und Julia Zangerl (v.l.n.r.). Fotos: sportszene.tirol

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