Imst-Präse muss vor den Strafsenat

Das hat’s noch gebraucht! Das TFV-Cup-Halbfinale zwischen dem SC Imst und dem SC Schwaz, das mit einer Niederlage im Elfmeterschießen für die Oberländer geendet hat, bekommt ein mehr als unrühmliches Nachspiel. Grund: Die Imster hatten in Person von Präsident Pepo Eisenbeutl noch am selben Tag via E-Mail wilde Attacken gegen den Schiedsrichter im Besonderen und den Tiroler Fußballverband im Allgemeinen geritten.

Unter anderem wird dem Unparteiischen in der Nachricht, die sportszene.tirol vorliegt, fahrlässige Körperverletzung unterstellt. Doch es kommt noch dicker. Nebst weiteren Anwürfen heißt es unter anderem wörtlich: „Jetzt könnt ihr mich von mir aus sperren, da ihr ja sowieso Kritik resistent seid. Betrug, Frechheit, Diebstahl, Körperverletzung und charakterlos. Solche Typen machen diesen Sport kaputt. Und ihr schaut nur zu. Schämt euch. Ihr seid Mittäter! Jeder ehrenamtliche Funktionär wird von euch Woche für Woche beschissen und betrogen.”

In einer wenige Tage später verfassten Mail entschuldigt sich der Imst-Präse zwar für seine Wortwahl. Fügte aber an: „Inhaltlich hat sich Tage danach nicht viel geändert.” Und betonte: „Ich wollte keine normale Protestnote schreiben, die gelesen wird und dann in den Akten verschwindet.”

Auch das sieht der Verband als massiven Affront, lässt die Aussage doch den Rückschluss zu, dass im TFV nicht mit entsprechender Sorgfalt mit Nachrichten der Vereine umgegangen wird.

Das Resultat nun: Pepo Eisenbeutl muss sich demnächst vor dem Strafsenat des TFV verantworten. Präsident Sepp Geisler in einer ersten Stellungnahme: „Ich werde dem Gremium nicht vorgreifen. Fakt ist, dass die E-Mail von Herrn Eisenbeutl für sich steht. Und es kann nicht angehen, dass manche Funktionäre einen Fußballplatz mittlerweile als rechtsfreien Raum betrachten.”

Der Termin für die Verhandlung wurde noch nicht terminiert, soll laut TFV aber zeitnahe stattfinden.

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