FIL/Mareks Galinovskis

ÖRV-Asse rodeln am Podest vorbei

Nach dem erfolgreichen Weltcupauftakt in Yanqing bleiben Österreichs Rodel-Asse bei der Fortsetzung in Sotschi ohne Podestplatz. Die ansprechende Mannschaftsleistung der Herren und der beherzte, aber unbelohnte Auftritt im Staffel-Bewerb lassen für die Revanche am kommenden Wochenende hoffen.

Analog zu gestern sorgte das feuchtwarme Wetter auch am zweiten Renntag im Olympia-Eiskanal von 2014 für eine nachlassende Bahn und herausfordernde Fahrverhältnisse. Die früheren Startnummern waren klar im Vorteil, die gestürzte Startreihenfolge in Durchgang zwei hatte einen spannenden Rennverlauf zur Folge. Unbeeindruckt von den Rahmenbedingungen sicherte sich Johannes Ludwig nach Halbzeitrang 20 seinen siebenten Weltcupsieg und den zweiten Triumph in Folge. Der Deutsche verwies Landsmann Felix Loch und Lokalmatador Roman Repilov auf die Plätze. 

Von den heimischen Assen konnte sich David Gleirscher am besten in Szene setzen. Der Olympiasieger von Pyeongchang, nach dem ersten Durchgang auf Zwischenrang 28, nützte die frühe Startnummer im Finale optimal aus und katapultierte sich mit der zweitschnellsten Zeit auf Endrang sechs. Der Vorarlberger Jonas Müller, im Vorjahr an Ort und Stelle Vize-Weltmeister, beendete die Konkurrenz als zweibester Österreicher auf Platz zehn. Nico Gleirscher, der im Finale dank der viertschnellsten Zeit 18 Positionen gut machte, platzierte sich unmittelbar vor Wolfgang Kindl auf Platz elf. Reinhard Egger, der sich in der Vorwoche in Yanqing mit Rang fünf in der Weltspitze zurückgemeldet hat, konnte im ersten Lauf Ausgangs der Kurve 11 nur mit Mühe einen Sturz vermeiden und landete als 31. diesmal im geschlagenen Feld.

In der abschließenden Team-Staffel, bei der jeweils nur ein Lauf absolviert wird, wusste das russische Aufgebot die frühe Startnummer optimal zu nützen. Die Gastgeber feierten im Sliding Center Sanki einen überlegenen Sieg, auf den Plätzen landeten Deutschland und Lettland. Das ÖRV-Team, das aufgrund des Auftaktsiegs in Yanqing als letztes Quartett in die Entscheidung gestartet war, hatte aufgrund der deutlich langsameren Bahn wenig zu bestellen. Madeleine Egle, David Gleirscher und die Doppelsitzer Yannick Müller/Armin Frauscher zeigten in Anbetracht der Möglichkeiten gute Fahrten, viel mehr als Rang sechs war aber diesmal nicht drinnen.

Am kommenden Wochenende folgt im Sliding Center Sanki der nächste Bewerb. Im Rahmen der dritten Entscheidung des heurigen Weltcup-Winters wird neben den Disziplinen-Rennen auch ein Sprint-Weltcup durchgeführt.

Cheftrainer Rene Friedl: „Es war aufgrund der Witterung wieder nicht einfach, aber das soll keine Ausrede sein. Der Trend hat sich leider fortgesetzt, wir tun uns hier schwer, haben auch heute zu viele kleine Fehler eingestreut. Die Ausgangsposition in der Staffel war mit der letzten Startnummer nicht optimal, die Läufe waren in Ordnung, hier sind wir sicherlich etwas unter Wert geschlagen worden. Bei den Herren ist die Leistung von David positiv hervorzuheben, auch das mannschaftliche Ergebnis gibt mit vier Läufern innerhalb der Top-12 Hoffnung. Wir haben jetzt in den kommenden Tagen die Gelegenheit uns die Bahn noch besser zu erarbeiten und wissen was zu tun ist.“

2. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup/Sotschi/Ergebnisse:

Herren:

1, Johannes Ludwig GER 1:44.626

2. Felix Loch GER +0.158

3. Roman Repilov RUS +0.208

6. David Gleirscher AUT +0.425

10. Jonas Müller AUT +0.526

11. Nico Gleirscher AUT +0.552

12. Wolfgang Kindl AUT +0.632

31. Reinhard Egger AUT +1.474

Team-Staffel:

1. Russland 2:45.808

2. Deutschland +1.292

3. Lettland +1.672

6. Österreich* +3.897
(*Madeleine Egle, David Gleirscher, Yannick Müller/Armin Frauscher)

Foto: FIL/Mareks Galinovskis

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