Weil`s wohr isch

Ein Tritt eines Schiedsrichter-Assistenten gegen einen Trainer da, ein Nachwuchstrainer der einem Funktionär an die Gurgel gehen will dort und zu allem Überdruss auch noch sich keilende Spieler in der Champions-League. Was sich dieser Tage wieder einmal auf den Fußballplätzen abspielte, passt auf keine Kuhhaut. Und das Traurigste daran: Von Einzelfällen kann langsam keine Rede mehr sein. Zu häufig reiht sich ein Aussetzer an den anderen. Von den wöchentlichen, verbalen Entgleisungen erst gar nicht zu sprechen. Ja, es kann bei all der Emotion mal ein böses Wort raus rutschen. Aber bei den Geschehnissen der letzten Wochen wurde eindeutig eine Grenze überschritten. Da stell ich mir die Frage: Macht sich derjenige eigentlich Gedanken, was er mit seiner Reaktion bei seinem Gegenüber auslöst? Da sind schlaflose Nächte noch das geringste Übel. Und es braucht uns dann nicht zu wundern, wenn Schiedsrichter, Trainer, Spieler, Funktionäre daran denken, ihrem so geliebten Sport den Rücken zu kehren. So unverzeihlich diese Vorgänge auch sind, finde ich es noch viel trauriger, wenn man nach einer gewissen Zeit des Nachdenkens nicht, und jetzt zitiere ich Oliver Kahn, „die Eier hat“, sich im Nachhinein zu entschuldigen. Aber das wird in einer Zeit wo in den Sozialen Medien alles und jedes kommentiert und kritisiert werden muss, wohl nicht mehr zum guten Ton gehören.

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