KVÖ

Mit gemischten Gefühlen in die USA

Der IFSC Kletter-Weltcup nimmt Fahrt auf. Nach Stationen in Meiringen (SUI) und Seoul (KOR) geht es für den Kletter-Tross in die USA. In Salt Lake City stehen in den nächsten Wochen jeweils zwei Boulder- und Speed-Weltcups sowie ein Paraclimbing-Weltcup auf dem Programm, das KVÖ-Team reist mit gemischten Erinnerungen in die Olympia-Stadt von 2002.

Im Vorjahr konnte Jakob Schubert in Salt Lake City den ersten rot-weiß-roten Podestplatz der Saison holen. Ein Kunststück, das der vierfache Weltmeister am Wochenende wiederholen will. „Ich reise mit guten Erinnerungen in die USA, der Podestplatz hat mir im Vorjahr viel Selbstvertrauen gegeben. Ich bin bekanntlich nicht der Beste, wenn es um die frühe Phase der Saison geht. Von der Fitness her fühle ich mich im Bouldern aber so gut wie fast noch nie“, so Schubert, der den letzten Weltcup in Seoul ausließ und nun zurückkehrt.

Pilz zurück am Unglücksort

Intern matcht sich Schubert mit Nicolai Uznik. Der 21-jährige Kärntner ist im Bouldern der konstanteste Österreicher und bewies dies – trotz Schulterverletzung kurz vor Saisonstart – mit den Plätzen 11 (Meiringen) und 14 (Seoul). „In Korea hatte ich Probleme mit der Haut an den Fingern, das habe ich wieder in den Griff bekommen. Die Stimmung in den USA wird sicher wieder sehr gut, ich bin heiß auf die Bewerbe und will ins Finale.“

Ins Finale will auch Johanna Färber. Dort stand die 24-jährige Steirerin 2021 in Salt Lake City und jubelte mit Rang sechs über ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Der Start in die heurige Saison verlief hingegen holprig. „Das habe ich abgehakt, ich schaue nur nach vorne. Ich darf mir nicht zu viel Druck machen und muss befreit klettern. Im Training sieht man ja, dass ich es draufhabe. Ich bin davon überzeugt, dass der Knoten in Salt Lake City platzen kann.“

Mit gemischten Gefühlen reist Jessica Pilz in die Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah. Zwar erreichte sie im Vorjahr Rang fünf, zog sich dabei aber ihre folgenschwere Fingerverletzung zu. „Natürlich denkt man daran, wenn man wieder an die Wand zurückkehrt, aber das hätte überall passieren können. Daher belastet mich das nicht, ich will das gute Gefühl aus Seoul mitnehmen und mich weiter steigern“, meint die 25-jährige Niederösterreicherin, die in Korea Platz sieben belegen konnte.

Dieses Gefühl erneut erleben

In den beiden Speed-Bewerben halten Tobias Plangger und Lukas Knapp die rot-weiß-rote Fahne hoch. Plangger konnte in Seoul mit Rang acht sein bestes Weltcupergebnis einfahren – und will mehr. „Das war ein unglaubliches Gefühl und sicher eines, das man wieder erleben will. Die Form stimmt, ich kann Jagd auf meine Bestzeit machen – und wenn ich in diese Region komme, habe ich sicher gute Chancen auf einen Platz in den Top-16. Dort will ich mich etablieren.“

Am Montag sind Jessica Pilz, Johanna Färber, Franziska Sterrer, Jakob Schubert und Nicolai Uznik sowie KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein und Physiotherapeutin Naomi Walenta in den USA gelandet. An den kommenden beiden Freitagen (20./27. Mai) stehen die Speed-Bewerbe an. Samstags (21./28. Mai) folgen die Boulder-Qualifikationen, an den Sonntagen (22./29. Mai) steigen die Boulder-Finals.

Zwischen den beiden Weltcups starten auch die Paraclimber in die neue Saison. Am 24. (Qualifikation) und 25. Mai (Finals) wird es für das KVÖ-Quartett Jasmin Plank, Edith Scheinecker, Angelino Zeller und Markus Pösendorfer ernst. „Endlich geht es los, die Vorbereitung war wieder einmal lange und intensiv. In Salt Lake City erwarten uns sicher viele Fans, das wird ein cooler Saisonstart“, freut sich Weltmeister Angelino Zeller.

KVÖ-TEAM SALT LAKE CITY

Bouldern: Jessica Pilz, Johanna Färber, Franziska Sterrer, Jakob Schubert, Nicolai Uznik

Speed: Tobias Plangger, Lukas Knapp

Paraclimbing: Jasmin Plank, Edith Scheinecker, Angelino Zeller, Markus Pösendorfer

Bild: Jakob Schubert und Nicolai Uznik im Fachgespräch.
Foto: KVÖ

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