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„Ale“ auf dem Weg zurück

Berlin ist für Fußballer eines deutschen Bundesligisten alljährlich ein begehrtes Ziel, wird dort doch das traditionsreiche Cup-Finale ausgetragen. Alessandro Schöpf hat an die Metropole vorerst allerdings keine guten Erinnerungen. Am 19. Spieltag der vergangenen Meisterschaftssaison wurde der Schalke-Legionär vom Hertha-Profi Karim Rekik brutal umgenietet und zog sich dabei eine schwere Knieverletzung zu. An den Folgen leidet er noch heute, befindet sich aktuell im Aufbautraining. Im Gespräch mit sportszene.tirol gibt der Ötztaler Einblicke in den Heilungsverlauf.

Du bist jetzt fünfeinhalb Monate lang ausgefallen. Wie schwierig war diese Zeit für dich?

Die Reha war natürlich ziemlich zäh. Aber das musst du als Fußballer eben durch. Verletzungen können nun einmal passieren.

Die Aktion von Rekik damals war aber mehr als brutal.

Wie er angeflogen kam, wusste ich, dass es weh tun wird. Aber ich unterstelle niemandem, dass er mich vorsätzlich verletzen will.

Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit hat bei Schalke 04 begonnen. Wo stehst du aktuell?

Ich trainiere inzwischen wieder auf dem Platz, muss aber noch individuelle Einheiten absolvieren.

Bist du inzwischen wieder schmerzfrei?

Wenn ich zwei schärfere Einheiten in Serie mache, spüre ich das Knie schon noch leicht. Aber wir liegen inzwischen voll im Zeitplan. Alles okay!

Musstest du im Urlaub auch für dein Comeback schuften?

Ich hätte gerne was gemacht, musste aber drei Wochen komplette Ruhe geben. Ich hatte nach der Verletzung etwas zu früh mit der Belastung angefangen. Da war das Knie dann ein wenig beleidigt. Den Urlaub habe ich dann eben voll zur Regeneration genutzt.

Mit David Wagner hat Schalke 04 wieder einen neuen Trainer. Er ist einer der Schalke Eurofighter (UEFA-Pokal-Sieger 1997) und war zuletzt bei Huddersfield in England aktiv. Wie sind deine ersten Eindrücke?

Er macht einen tollen Eindruck und hat uns seine Ideen bereits eingehend vermittelt. Sein Plan ist es, schnell, offensiv und mit intensivem Pressing zu spielen. Ich glaube, das kommt unserer Mannschaft sehr zu gute. Ich freue mich jedenfalls schon.

Wie deutschen Sport-Magazinen zu entnehmen ist, weht unter Wagner ein anderer Wind. Trainiert wird inzwischen schon ab 8 Uhr früh.

Das ist richtig, aber für mich überhaupt kein Problem. Ich wohne fünf Minuten vom Trainingsgelände entfernt, bin schnell dort. Neu ist auch, dass bei uns Spielern täglich Bluttests gemacht werden. Basierend darauf dosiert das Betreuerteam dann individuell die Belastung.

Wie alle Jahre gibt es auch heuer Neuzugänge in der Mannschaft. Sind diese schon integriert?

Wir sind, was das angeht, eine völlig unproblematische Mannschaft. Ein neuer Spieler ist bei uns sofort mitten drinnen. Das funktioniert auf Schalke total easy.

Du musst noch einsam deine Runden am Rasen drehen. Wann geht es zurück ins Team-Training?

Wir sind ab 26. Juli beim Trainingslager in Mittersill. Da will ich dann wieder voll mit der Mannschaft trainieren.

Die neue Saison beginnt am 17. August mit dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach. Was habt ihr euch für neue Spielzeit vorgenommen?

Es muss auf alle Fälle besser laufen als in der vergangenen Saison. Da  sind wir nach einer Niederlagenserie zu Beginn in einen Negativstrudel geraten, aus dem wir uns nie ganz befreien konnten. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns schon im Herbst wieder deutlich besser präsentieren werden.

Fotos: sportszene.tirol/Leitner, Pixabay

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