KVÖ

Zweitbestes Karriere-Ergebnis

In Jakarta fand der letzte Lead-Bewerb der IFSC-Weltcupsaison 2022 statt. Für die beiden österreichischen Athleten lief der Wettkampf unterschiedlich: Während Mathias Posch Grund zum Jubeln hatte, konnte Stefan Scherz nicht zufrieden sein.

Bei extremen Bedingungen, 35 Grad und extreme Luftfeuchtigkeit, zeigten die besten Lead-Kletterer der Welt in Jakarta noch einmal eine große Show. Mit Posch und Scherz waren zwei KVÖ-Athleten in der Hauptstadt der Republik Indonesien dabei.

Die Qualifikation meisterten beide souverän, im Halbfinale lief es dann nur mehr bei Posch nach Wunsch. Der 23-jährige Tiroler schaffte 32+ Griff und landete auf Rang 11, nur ein Griff fehlte zum Einzug ins Finale der Top-8. „Ich bin sehr zufrieden, dass ich die Saison mit einem guten Ergebnis abschließen konnte. Schon beim Besichtigen habe ich mir gedacht, dass mir die Route entgegenkommt. Sie war sehr ‚kraftig‘, das liegt mir im Normalfall immer“, zeigte sich Posch zufrieden.

Nach einer durchwachsenen Saison konnte der Lead-Spezialist zum Abschluss noch einmal aufzeigen und wurde mit seinem zweitbesten Weltcup-Ergebnis belohnt. „Die Saison hatte Höhen und Tiefen, aber ich konnte noch einmal zeigen, was in mir steckt. Nach so einem Ergebnis ist die Vorfreude auf die nächste Saison schon jetzt riesengroß.“

Weniger gut lief es bei Scherz, der in dieser Saison bereits in ein Weltcupfinale klettern konnte. Der 21-jährige Niederösterreicher belegte mit 21+ Griffen den 25. Platz. „Ich merke einfach, dass die Saison schon lange dauert. Die Kraftreserven sind nicht mehr voll, ich wollte noch einmal pushen, aber es ist nicht gelungen. Ich kann von dieser Saison viel Positives mitnehmen, dieses Ergebnis wirft mich nicht aus der Bahn.“

Ähnlich sah es KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein. „Nach der ersten vollen Weltcupsaison ist es verständlich, dass die Luft am Ende ein bisschen draußen ist. Stefs Saison war sehr gut, er hat einige Male aufgezeigt. Man darf nicht vergessen, dass er immer noch jung ist, er kann noch viel lernen. Jetzt ist eine Pause wichtig, 2023 können wir sicher wieder einiges erwarten.“

Österreichs beste Lead-Kletterer, Jakob Schubert und Jessica Pilz, traten die Reise nach Indonesien nicht an. Schubert widmet sich aktuell Felsprojekten in Norwegen, Pilz legt nach den intensiven Monaten eine Verschnaufpause ein. Im Oktober wird die Saison mit einem olympischen Boulder&Lead-Bewerb in Morioka (JPN) abgeschlossen.

„Es ist schön zu sehen, dass wir auch ohne Jakob und Jessy das Potenzial für Finalplätze haben. Bei Mathias war es sehr knapp, Stef hat es in dieser Saison schon geschafft. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Weg stimmt“, sagt Saurwein.

Foto: KVÖ

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