Simon David

Blick richtet sich nach vorne

„Es ist eine Diskussion, der wir uns stellen“, eröffnet Patriots-Präsident David Mariani die letzte Vorstandssitzung zur Saison der beiden Kampfmannschaften. „Es waren durchwachsene 15 Wochen Football im heurigen Jahr. Nach dem erfolgreichen Start in der AFL 2022 haben wir mit kleinem Finale abgeschlossen. Alle Zeichen standen auf Erfolg.”

Am 25. März 2023 lief erstmals die zweite Kampfmannschaft beim SportZentrum Telfs ein. Rookies und Veteranen, gespickt mit Spielern aus der ersten Mannschaft hatten Spaß am Feld, unterstützt durch die treuen Fans der Telfer Goldhelme. „Es war uns wichtig, dass möglichst alle Spieler auch Spielzeit bekommen, und auch für jene ein Team zu haben, die nicht in der AFL spielen wollen“, erläutert David Mariani den Schritt zur Gründung der zweiten Kampfmannschaft.

Im Nachhinein betrachtet, war es ein Schritt zu früh, wie er eingesteht: „Der Wechsel von Nick Kleinhansl zu Daniel Levy wäre genug Herausforderung gewesen. Der Großteil der Spieler hatte noch nie einen anderen Coach. Levy ist ein Spitzen-Coach, doch die Unruhe der Umstellung haben wir unterschätzt. Dies wäre aber alles leicht zu meistern gewesen, hätten wir heuer nicht dieses gewaltige Verletzungspech gehabt.“

Mehr Spieler auf Krücken als am Feld

Von Spiel zu Spiel dezimierte sich der Roster. Immer mehr Spieler standen an der Sideline oder schauten sich die Spiele über den Livestream der AFL aus dem Krankenbett aus an. „Ich spiele jetzt seit 15 Jahren mit den Telfs Patriots Football, hatten am Anfang wirklich verrückte Saisonen mit wenigen Spielern, aber so wie heuer weiß ich es noch nie“, schüttelt der Patriots-Präsident den Kopf. „Spiele abzusagen ist der allerletzte Ausweg und schmerzt sportlich als auch finanziell, aber wir hatten keine Wahl.“

Ausblick und Kontinuität

Schmunzelnd meint das Patriots-Urgestein: „Auf Wunden lecken und Selbstmitleid haben wir noch nie viel Wert gelegt. Wir haben das Glück, dass wir viele erfahrene Spieler und wahre Patriots zu unserem Team zählen dürfen. Und das geht über die Spieler und Coaches hinaus zum Vorstand und dem Staff-Team. Ich bin sehr dankbar und auch stolz, was wir als große Sportfamilie erreichen konnten.

Ebenfalls ein Urgestein der Telfs Patriots ist Benjamin Pfeifer, der ab sofort das Amt des sportlichen Leiters bekleidet. Der erfahrene Spieler und Coach ist Ruhepol und treibende Kraft zugleich. Er bringt die nötige Kontinuität ins Team. Die Frage, ob Levy, Ellis oder Johnson im kommenden Jahr wieder mit dabei sind, lassen die Telfs Patriots vorerst unbeantwortet.  „Wir lassen es euch früh genug wissen, wenn wir mit einem starken Team für die Saison 2024 bereitstehen“, sagt Mariani.

Foto: Simon David

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