KVÖ/Lanzanasto

Jessica glänzt in Silber

Jessica Pilz wird ihrer Rolle als Medaillen-Hamsterin einmal mehr gerecht! Bei der Kletter-EM in München im Rahmen der European Championships holt die 25-jährige Niederösterreicherin im Vorstieg die Silbermedaille. Nach Gold bei den World Games ist es bereits die zweite Medaille bei einem Großereignis in dieser Saison.

Mit Rang vier hatte sich Pilz am Samstagvormittag souverän den Platz im Finale gesichert. Dort zeigte die Weltmeisterin von 2018 dann am Nachmittag einmal mehr, dass sie in der Entscheidung noch einen Gang hochschalten kann. „Ich weiß nicht genau, warum es in den wichtigen Momenten läuft. Eigentlich habe ich nicht das Gefühl, dass ich im Finale besser klettere als vorher. Vielleicht sind die anderen in der Entscheidung körperlich oder mental einfach nicht ganz so zur Stelle.“

„EM-Silber klingt sehr gut“

Unter dem Jubel der tausenden Fans auf dem Münchner Königsplatz erreichte Pilz 45+ Griffe und musste sich damit nur der slowenischen Olympiasiegerin Janja Garnbret, die in dieser Saison alle Vorstiegs-Weltcups gewinnen konnte, geschlagen geben. „Der erste Platz ist meistens ohnehin reserviert, wenn Janja dabei ist“, muss Pilz anerkennen. „Mit der Silbermedaille bin ich sehr happy, auf der Route wäre vielleicht noch ein bisschen was drin gewesen. Aber EM-Silber, das klingt schon sehr gut.“

Nach Gold (Kombination) und Bronze (Lead) bei der EM 2015 in Chamonix (FRA) sowie Bronze (Lead) 2017 in Campitello di Fassa (ITA) ist es bereits die vierte EM-Medaille für die Heeressportlerin, der persönliche EM-Medaillensatz ist komplett. „Für mich hat die EM eine ganz besondere Bedeutung. Nach den Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und in meinem Fall Heim-Weltcup in Innsbruck ist es sicher das wichtigste Event.“

Keine Feier geplant

Zeit zum Feiern hat Pilz nicht. Jede freie Minute wird zur Regeneration genützt, bereits am Sonntag folgt der Boulder-Finaltag. Mit der Silbermedaille im Rücken will die in Innsbruck lebende Haagerin auch im Bouldern überzeugen: „Ich denke schon, dass ich jetzt befreiter klettern kann. Im Bouldern habe ich keinen Druck, da kann ich eigentlich nur gewinnen.“

Foto: KVÖ/Lanzanasto

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