ÖRV/Ebermann

Alles auf Schiene

Am Samstag und Sonntag werden im Olympia-Eiskanal von Igls im Race-in-Race-Modus Weltcuppunkte und EM-Medaillen vergeben. Die ÖRV-Asse wollen ihren Erfolgslauf fortsetzen und weiter im Rampenlicht bleiben.

Die Vorfreude auf das Heimspiel ist groß, die Ausgangsposition vielversprechend. Zum einen passen Form und Selbstvertrauen, zum anderen sind die Erinnerungen an das Meisterwerk vor 13 Monaten nachhaltig. Im Dezember 2022 haben die ÖRV-Asse in Igls die Geschichtsbücher strapaziert, indem sie erstmals an einem Weltcup-Wochenende sämtliche Rennentscheidungen gewonnen haben. Von einem neuerlichen Sweep ist freilich nicht auszugehen, Medaillen in sämtlichen Einzel-Disziplinen und der Team-Staffel sind aber allemal möglich und definitiv das Ziel.

Individuelle Qualität und mannschaftliche Klasse

Mit der zweifache Saisonsiegerin Madeleine Egle, die in der Vorsaison beide Igls-Rennen im Einsitzer für sich entscheiden konnte, der Drittplatzierten von Winterberg, Hannah Prock und Lisa Schulte, die in dieser Saison schon zweimal auf Rang fünf gerodelt ist, haben drei ÖRV-Damen alle Möglichkeiten. Bei den Herren ist dem kompletten EM-Aufgebot alles zuzutrauen. Nico Gleirscher hat in der in der Vorsaison in Igls beide Einsitzer-Rennen gewonnen und stand in dieser Saison bereits zweimal auf dem Podest, der amtierende Weltmeister Jonas Müller, ist im Gesamtweltcup gegenwärtig als Zweiter bester Österreicher, Wolfgang Kindl wurde in Igls 2017 Doppel-Weltmeister und auch Olympiasieger David Gleirscher verfügt über ausreichend Erfahrung und Qualität, um bei der Medaillenvergabe ein Wort mitreden zu können.

Im Doppelsitzer darf man bei den Damen die Weltcupführenden Selina Egle und Lara Kipp und bei den Herren alle drei ÖRV-Schlitten auf der Rechnung haben. Juri Gatt und Riccardo Schöpf haben in Igs in der Vorsaison ihren ersten Weltcupsieg eingefahren und in Winterberg am vergangenen Wochenende über ihren zweiten Volltreffer im Weltcup gejubelt. Thomas Steu und Wolfgang Kindl sind in ihrer Premierensaison im Weltcup bereits dreimal auf Rang zwei gerodelt und damit auf Anhieb in die Weltspitze geplatzt. Yannick Müller und Armin Frauscher haben im Vorjahr in Igls den Sprint-Bewerb gewonnen und mit ihren drei WM-Medaillen in Oberhof bewiesen, dass sie auch bei Großveranstaltungen abliefern können.

Hinzu kommen Barbara Allmaier, die heuer ihre erste Saison im A-Team absolviert, sowie Lisa Zimmermann und Dorothea Schwarz im Doppelsitzer. Beide Schlitten müssen sich am Freitag im Nationencup für den Weltcup und die Europameisterschaft qualifizieren, der Rest der ÖRV-Mannschaft ist gesetzt.

Für das Rennwochenende haben 111 Schlitten aus 20 Nationen genannt, der Reigen wird am Samstag von den Damen und den Entscheidungen im Doppelsitzer eröffnet. Am Sonntag küren die Herren ihren Europameister, abgerundet werden die Titelkämpfe mit einer Team-Staffel.

Christian Eigentler (ÖRV-Cheftrainer): „Die bisherige Saison hat gezeigt, dass es an der Spitze brutal eng hergeht. Wenn tausendstel Sekunden entscheiden, muss immer alles passen, es spielen so viele Faktoren mit, zumal es eine Freiluftsportart ist, das macht es gleichermaßen herausfordernd und ungemein interessant. Wir haben uns den Anspruch erarbeitet in allen fünf Disziplinen ganz vorne mitmischen zu können und diesen Anspruch wollen wir natürlich auch auf der Heimbahn geltend machen. Den historischen Erfolg der letzten Saison wiederholen zu können wäre als Zielvorgabe zu viel des Guten, ein Sweep ist nicht planbar, so etwas muss passieren.“

Ausschreibung mit Zeitplan

Foto: ÖRV/Ebermann

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