Nächster Knalleffekt

Als ob das samstägige Derby zwischen Imst und Telfs (Anpfiff in Imst ist um 14 Uhr) nicht ohnehin schon für genügend Zündstoff sorgen würde, geht’s abseits des grünen Rasens derzeit so richtig zur Sache. Während Imst mit dem Rauswurf von Trainer Sladjan Pejic Schlagzeilen machte (sportszene .tirol berichtete), sorgt in Telfs ein nahender Rücktritt für Gesprächsstoff.

Michael Augustin, ehemaliger FC Wacker-Akteur und aktuell wohl einer der besten Kicker, die das Tiroler Oberland hat, hängt seine Fußballschuhe nach dem Hit in Imst an den berühmten Nagel. Zumindest vorübergehend. „Ich kann es echt nicht sagen ob die Pause für ein halbes Jahr, für ein ganzes Jahr oder für immer ist. Es ist einfach so, dass ich seit 17 Jahren Fußball spiele und es mir in letzter Zeit keinen Spaß mehr gemacht hat“, will „Gustl“ die Freizeit künftig vermehrt mit klettern, bouldern „oder einfach nur Freunden verbringen.“

Das Gefühl, dass am Samstag endgültig Schluss ist, ist dem 23jährigen allerdings noch etwas fremd. „Ehrlich gesagt ist es noch ein wenig surreal. Mir kommt es gar nicht so vor, als ob es das letzte Spiel ist. Aber ich werde es sicher genießen. Auch wenn ein bisschen Wehmut mit dabei sein wird.“

69 Tore in den letzten 189 Pflichtspielen: mit Michael „Gustl“ Augustin verliert Regionalligist Telfs einen der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Liga. Foto: sportszene.tirol

Wehmut, die auch bei Telfs-Coach Stefan Höller Einzug hält. „Der Rücktritt von „Gustl“ ist nicht nur ein sportlicher, sondern auch menschlicher Verlust. Aber zum Glück bleibt er dem Verein als Nachwuchstrainer erhalten.“

Das Gerücht, dass man auf der Suche nach Ersatz bereits bei zwei Spielern der Wacker-Amateure, die noch dazu einen Telfs-Bezug haben, fündig wurde, verweist Höller ins Reich der Fantasie. „Da wissen andere mehr wie ich. Fakt ist, dass wir in der Winterpause vorwiegend unsere jungen Spieler forcieren wollen.“

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