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Totengräber für den Amateurfußball

Gestern verkündete Landesvater Platter mit drastischen Worten die neuerliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Natürlich haben diese auch unmittelbare Auswirkungen auf den Fußballbetrieb im Tiroler Unterhaus. Und die sind nicht weniger dramatisch als des  obersten Landespolitikers Wortspenden.

Für die Vereine hagelt es Watschen, die einem Tritt mitten ins Gesicht mit einem genagelten Bergschuh gleich kommen. So müssen Kantinen, eine durchaus wichtige Geldquelle im Amateurfußball, geschlossen bleiben. Heißt: Der geneigte Fan, so er sich unter diesen Bedingungen überhaupt noch den Weg auf einen Sportplatz antut, bekommt nichts mehr zum Beißen und Trinken.

Nicht minder arg: Stehplätze sind generell nicht mehr erlaubt, sondern nur noch maximal 250 zugewiesene Sitzplätze, wobei auch auf der Eintrittskarte (!) der zugewiesene Sitzplatz ersichtlich sein muss.

Es drängt sich die Frage auf: War irgendwann einer der politischen Entscheidungsträger mal auf einen Dorfplatz und kennt auch nur im geringsten Ausmaß die Verhältnisse vor Ort? Sind sich diese Damen und Herren, die immerhin von uns Bürgern bezahlt werden, im Klaren darüber, dass sie mit ihrer Panikmache zu Totengräbern für den Amateurfußball werden?

Unglaublich auch: Der TFV, der für die Durchführung der von oben verordneten Maßnahmen sorgen muss, hat – trotz der bereits am Donnerstag vollmundig im Scheinwerferlicht der Medien verkündeten verschärften Maßnahmen – bis Donnerstag am späten Nachmittag keine gültige Verordnung des Landes  in der Hand. Kein Mensch weiß also, ab wann der Corona-Würgegriff eigentlich zupacken muss.

Um in den Schuljargon zu wechseln: Die Politik ist in dieser Causa inzwischen krachend durchgefallen – und sollte nicht einmal ein Anrecht auf eine Wiederholungsprüfung haben!

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