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Die Stockerlplätze im Visier

Beim Weltcupauftakt auf seinem Gletscher in Sölden war Fabio Gstrein nach einem Trainerentscheid leider zum Zuschauen verdammt. Trotz dieser sportlichen Enttäuschung hat er für die alpine Weltcupsaison aber große Ziele. „Ich hatte eine super Vorbereitung und fühle mich gut in Form. Die nächsten Rennen können kommen“, sagt der 23-Jährige.

Versierte Beobachter bestätigen dem Ötztaler ein außergewöhnliches Talent. Wobei seine Stärke, dass er außergewöhnlich schön am Ski steht, gleichzeitig auch eine Schwäche ist. Gstrein: „Ich muss noch mehr Rennfahrer werden. Momentan fahre ich noch zu oft wie ein Skilehrer, einfach zu brav. Um im Weltcup an die Spitze zu gelangen, muss ich einfach öfters ans Limit gehen, sowohl im Rennen als auch im Training. Dann komme ich auch dorthin, wo ich hin möchte. Aber in meinem Alter habe ich ja noch jede Menge Zeit.“

Das nächste anstehende Rennen für Gstrein ist der Parallel-Riesentorlauf, der am 27. November in Lech stattfinden soll. Dort wird er fix am Start stehen. „Mein Hauptbewerb ist zwar weiterhin der Slalom, den Riesentorlauf möchte ich in der neuen Saison aber verstärkt dazu nehmen“, sagt der Top-Athlet.

Stressig wird es dann knapp vor Weihnachten. Zunächst steht am 20. Dezember ein Riesentorlauf, am Folgetag der erste Saison-Slalom in Alta Badia am Programm. Am 22. Dezember dann gleich ein weiterer Slalom in Madonna die Campiglio. „Wegen der Corona-Situation wird das sicher ein außergewöhnlicher Winter. Wir müssen einfach bestmöglich mit der Situation umgehen und flexibel bleiben. Als Sportler müssen wir da alle durch“, meint Gstrein.

Der für den Weltcupwinter 2020/2021 ganz klare Zielsetzungen hat: „Ich möchte zunächst dort anschließen, wo ich in der Vorsaison aufgehört habe und mich kontinuierlich nach vorne arbeiten. Natürlich will ich über kurz oder lang um die Podestplätze mitkämpfen.“

Und dann gibt es da noch die im Februar angesetzte Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo! Gstrein: „Es ist klarerweise das Ziel eines jeden Athleten, dort dabei zu sein. Mit entsprechenden Leistungen möchte ich mich dafür empfehlen.“

Fabio Gstrein blickt dem Weltcupwinter optimistisch entgegen.
Fotos: Ernst Lorenzi

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