Weiter Eiszeit im Eishockey

Vor mehr als 70 Tagen erfolgte der erste Pully zur wohl kürzesten Saison der Tiroler Eishockeygeschichte. Eine Weiterführung scheint zum aktuellen Zeitpunkt unmöglich. Ob es überhaupt, und in welcher Form auch immer weitergeht, soll bis spätestens 15. Jänner geklärt sein.

„Ich gehe davon aus, dass die Saison abgebrochen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir von der Politik grünes Licht erhalten. Viel hängt allerdings von der weiteren Entwicklung und eventuellen Lockerungen ab“, ist für TEHV-Präsident Rainer Partl die Durchführung der Meisterschaft in ihrer gewohnten Form absolut unrealistisch. „Die Zeit ist schon zu weit fortgeschritten. Wenn dann ist meines Erachtens maximal eine Art Turnierform an zwei, drei Wochenenden zu denken. Diese und andere Möglichkeiten werden wir bei der Präsidiumssitzung diese Woche noch genauer erörtern.“

Ähnliche Pläne – Durchführung von mehreren Turnieren – gibt es für den Nachwuchs, der Partl besonders am Herzen liegt. Umso größer ist der Ärger über so manch Verordnung. „Ich persönlich verstehe es etwa nicht, dass Publikumseislauf möglich ist und ein organisiertes Training mit sechs, sieben Kindern nicht erlaubt ist. Das ist schlichtweg eine Farce. Da haben sich die Verantwortlichen herzlich wenig Gedanken gemacht.“

Die Folgen, dass die schnellste Mannschaftssportart der Welt aktuell sprichwörtlich auf Eis gelegt ist, schätzt der TEHV-Präsident als weitreichend ein. Vor allem was den Nachwuchs anlangt. „Gerade die Jahrgänge 2012/13 und 14 sind arg gefährdet. In diesem Alter gilt es in eine Mannschaft hineinzuwachsen. Und ohne den Kontakt zu Mitspielern und ohne eine gewisse Regelmäßigkeit kann die Lust am Eishockey relativ schnell verfliegen. Da können die Eltern noch so sehr dahinterstehen.“

Kinder im Kampf um die heißbegehrte Scheibe: ein Bild das es hoffentlich bald wieder zu sehen gibt. Foto: sportszene.tirol

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