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Qualiprozess fixiert

Groß war die Freude, als Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) bei der olympischen Premiere des Sportkletterns in Tokio in seiner Paradedisziplin Vorstieg im letzten Moment die Bronzemedaille fixieren konnte. Ein Erlebnis, das ewig in Erinnerung bleiben wird und den heimischen Klettersport auf das nächste Level katapultierte. Aber nach den Olympischen Spielen in Tokio ist bekanntlich vor den Olympischen Spielen in Paris 2024. Die Planungen sind beim Kletterverband Österreich bereits angelaufen, nun wurde auch der Qualifikationsprozess vom Internationalen Olympischen Committee (IOC) fixiert.

Das IOC hat die Qualifikationsrichtlinien für 31 verschiedene Sportarten, in denen bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 um Edelmetall gekämpft wird, genehmigt – darunter auch jene für das Sportklettern, die nach Empfehlung des Internationalen Kletterverbandes IFSC ebenfalls grünes Licht bekommen haben. 

Mit der Kletter-WM „IFSC Climbing World Championships“ im August 2023 in Bern (SUI) beginnt für die rot-weiß-roten Kletter-Asse das Abenteuer Olympiaqualifikation. Die drei bestplatzierten Athleten pro Geschlecht in der „neuen“ Kombination qualifizieren sich für Paris, die Top-2 im Speed ebenfalls.

Zwischen September und Dezember 2023 folgen noch fünf weitere kontinentale Veranstaltungen, bei denen es um Tickets für Paris geht. Ort und Datum sind noch offen, der und die beste Athleten jeder Disziplin (sofern noch nicht durch die WM qualifiziert) sichert sich dabei den Olympiastartplatz.

Zwischen März und Juni 2024 wird die Qualifikation mit der neu ins Leben gerufenen „Olympic-Qualifier-Series“ abgeschlossen. Hier werden an mehreren ausgewählten Orten Qualifikations-Wettkämpfe durchführen. In der Kombination werden dabei nochmals insgesamt zehn Startplätze pro Geschlecht vergeben, im Speed je fünf. Dazu kommen ein Startplatz für die Veranstalternation sowie ein Universalquotenplatz pro Disziplin und Geschlecht, der erst nach dem Ende der Qualifikation vergeben wird. 

Pro Nation können sich maximal zwei Athleten pro Geschlecht in jeder Disziplin qualifizieren. Die erkämpften Startplätze werden den jeweiligen Sportlern namentlich fix zugeordnet. Neben der „neuen“ Kombination, die in Paris 2024 erstmals aus Bouldern und Lead (jeweils 20 Athleten) bestehen wird, wird es in Frankreich auch eine weitere Medaillenentscheidung im Sportklettern geben. Speed (jeweils 14 Athleten) feiert als Einzeldisziplin bei den nächsten Olympischen Sommerspielen seine große Premiere.

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