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Rodel-Asse sind auf Revanche aus

Der Eberspächer Rennrodel-Weltcup gastiert am kommenden Wochenende (16./17. Jänner) zum zweiten Mal in dieser Saison im thüringischen Oberhof. Nach der ernüchternden EM-Ausbeute sind die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl auf Wiedergutmachung aus. Beim Weltcup im Dezember eroberten die ÖRV-Asse im Thüringer Wald vier Podestplätze.

Im Doppelsitzer geht das Gerangel um die Krone im Gesamtweltcup in die nächste Runde. Thomas Steu und Lorenz Koller haben nach acht von zwölf Entscheidungen 56 Punkten Vorsprung auf Toni Eggert/Sascha Benecken. Die Thüringer konnten auf ihrer Hausbahn im vergangenen Dezember den Sieg einfahren, gelten neuerlich als Top-Favoriten. Hinter den amtierenden Weltmeister rodelten Steu/Koller vor vier Wochen auf Rang zwei, Yannick Müller und Armin Frauscher sicherten sich mit Platz drei das zweite Weltcuppodest ihrer noch jungen Doppelsitzer-Karriere. Während die beiden Duos für das Rennen am Samstag gesetzt sind, müssen die ÖRV-Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf durch die Qualifikation (Nationencup). Ausschlaggebend für die Gesetztenliste sind die Ergebnisse der drei vorangegangenen Weltcuprennen. Die Top-15 bei den Herren und Top-12 im Ranking der Doppelsitzer und Damen sind für den anstehenden Weltcup-Bewerb fix qualifiziert.

Im Einsitzer sicherte sich Jonas Müller im Dezember in Oberhof mit Rang drei einen seiner zwei Podestplätze im Laufe dieses Weltcupwinters. Der Bludenzer ist für die Entscheidung der Herren ebenso gesetzt wie Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl. David Gleirscher und Reinhard Egger müssen das Weltcupticket im Nationencup am Freitag lösen. Bei den Damen verpasste Madeleine Egle beim ersten Oberhof-Weltcup als Vierte das Podium um minimale sieben tausendstel Sekunden. Die 22-Jährige ließ beim Kräftemessen vor vier Wochen mit einem neuen Start- und Bahnrekord aufhorchen. Neben der Rinnerin ist auch Lisa Schulte gesetzt, die 20-Jährige rodelte im Dezember auf Rang sieben. Hannah Prock muss sich ihren Startplatz im Nationencup sichern.

Für zusätzliche Würze sorgt die Vergabe der WM-Startplätze für Königssee. Ob das Startkontingent bei den Damen für die Titeljagd im Berchtesgadener Land (29.-31.01) voll ausgeschöpft wird ist ebenso offen, wie die Zusammensetzung des Herrenteams. Nico Gleirscher und Jonas Müller haben ihr WM-Ticket bereits fix in der Tasche, um die beiden weiteren Plätze matchen sich David Gleirscher, Wolfgang Kindl und Reinhard Egger. Vor der Weltmeisterschaft steht mit dem Weltcup in Innsbruck-Igls (23.-24.01) nur noch eine Entscheidung auf dem Programm.

Das Weltcup-Wochenende in Oberhof wird am Samstag von den Herren eröffnet, im Anschluss folgt die Entscheidung der Doppelsitzer. Am Sonntag sind die Damen an der Reihe. Beim Weltcup im Dezember gewannen die Gastgeber sämtliche Rennen, bei den Damen und Herren unterstrichen die Deutschen mit je einem Doppelsieg ihre Dominanz in Oberhof.

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor): „Die Deutschen sind in allen drei Disziplinen zu favorisieren, um sie unter Druck zu setzen braucht es einen sehr starken Tag. Den traue ich unsere Mannschaft absolut zu, auch wenn wir mit der EM nicht zufrieden sind heißt das nicht, dass wir das Rodeln verlernt haben. Im Idealfall wollen wir nach Oberhof das WM-Aufgebot bei den Herren so gut wie fixieren. Bei den Doppelsitzern sind alle drei Schlitten dabei, ob wir eine vierte Dame mitnehmen lassen wir uns noch bis nach Igls offen.“

Jonas Müller: „Im Vergleich zu Sigulda fühle ich mich in Oberhof deutlich wohler. Ich mag die Charakteristik der Bahn, habe hier schon einige sehr starke Läufe runtergebracht. Wir tüfteln noch an der Abstimmung, wenn das Material ähnlich gut läuft, wie zuletzt und ich Konstanz in meine Leistung bringe, ist ein Spitzenplatz absolut möglich.“

Lorenz Koller: „Wir haben uns in Sigulda aufgrund unserer Vorgeschichte bewusst für eine Sicherheitsvariante entschieden und mit Rang fünf so ziemlich das Maximum herausgeholt. Hier in Oberhof werden wir wieder mehr riskieren, dass gilt sowohl für die Abstimmung als auch für unsere Linie. Die Bahn steht aktuell ganz anders als vor vier Wochen, speziell im oberen Bereich ist mehr Eis drinnen. Das macht die Aufgabe nicht einfacher.“

Zeitplan:

Samstag, 16. Jänner:

09:00 Uhr Herren/1. Lauf

10:45 Uhr Herren/2. Lauf

12:30 Uhr Doppelsitzer/1. Lauf

13:50 Uhr Doppelsitzer/2. Lauf

Sonntag, 17. Jänner:

10:05 Uhr Damen/1. Lauf

11:30 Uhr Damen/2. Lauf

Foto: FIL/Mareks Galinovskis

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